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ocean7 4/2022

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Beneteau Oceanis 40.1

Beneteau Oceanis 40.1 Cruising-Modellen in Mode ist. Daher wird der Großsegel-Traveller durch einen Hahnepot ersetzt. Das sieht auf den ersten Blick wie eine sparsame Lösung für eine 12-Meter- Yacht aus, aber beim Test auf dem Wasser erweist sich das als durchdachte und angemessene Wahl. Die Yacht hat die CE A-Zertifizierung fürs Offshore-Segeln mit einer Besatzung von bis zu zehn Personen, beim Küstensegeln zwölf Personen. Die Gesamtlänge einschließlich des eleganten Bugspriets, an dem der Gennaker befestigt wird und die als Halter und Schutz für den Anker dient, beträgt 12,87 m, während der Rumpf genau 11,99 m misst, bei einer maximalen Breite von 4,18 m und einem Gewicht von knapp 8 Tonnen. Das Cockpit ist sehr geräumig, mit rund zwei Metern Sitzfläche, dank der zurückgesetzten Position des Doppelruderstands. In der Mitte befindet sich ein großer Tisch (mit integrierter Rettungsinsel) mit Deckeln und Handlauf, der den Gästen an Bord nützlichen Halt bietet. In der zentralen Struktur des Tisches ein Kühler für Getränke und eine Steckdose für Licht, ideal für das abendliche Essen im Freien, wenn man vor Anker liegt. Zum Bug hin ist der Durchgang dank der weit außenstehenden Wanten bequem. Die Schiene des Selbstwendefocks liegt vor dem Mast, während die bündigen Oberlichter keine Stolperfallen darstellen und das Sonnen an Deck bequemer machen. Die Oceanis 40.1 wird in einer Vielzahl von Konfigurationen angeboten, sowohl in Bezug auf Mast und Kiel sowie Segelplan als auch in Bezug auf die Innenausstattung, um den Bedürfnissen aller gerecht zu werden, von Paaren über Familien mit Kindern bis hin zum Einsatz für Charterfirmen. Die Standardversion bietet drei Kabinen und ein Badezimmer, während der Segelplan Rollgroßsegel und Selbstwendefock ohne Überlappung vorsieht. Die von uns getestete Konfiguration unterschied sich dadurch, dass sie einen überhohen Mast mit einem halb durchgelatteten Groß hatte, während der Kiel mit einem Tiefgang von 2,17 m Standard war. GROSS, GRÖSSER, GROSSZÜGIG Der Zugang unter Deck ist ohne Akrobatik möglich, der Niedergang ist breit und die Abstiegsleiter ist bequem. Der erste Eindruck ist der von viel Platz und Helligkeit, dank der großen Fenster am Deckshaus und an den Wänden zusammen mit der Innenausstattung aus gebleichtem Eichenholz mit Alpi-Aufhellung. Laut Werft sind die Räume denen einer 45-Fuß-Yacht ebenbürtig. Wir mussten kein Maßband nehmen, um die Maße zu vergleichen – wir hatten sowohl innen als auch außen das Gefühl, auf einem weit größeren Boot zu sein. Wohldimensioniert auch die Essecke. Links der Tisch, der ausziehbar ist, um ein zusätzliches Bett für Segelspaß garantiert, ganz besonders mit dem Code 0, der als Furlingsegel zum Einsatz kommt. zwei Personen zu schaffen, mit C-förmigen Sofas, und rechts die Küche, deren „offene“ C-Architektur sehr gelungen wirkt. Der „offene“ Teil des C wird vom doppelt zu öffnenden Kühlschrank eingenommen, der gleichzeitig als Arbeits fläche rechts vom Herd dient, während sich links davon eine weitere Arbeitsfläche mit einer Luke für den Zugang zum Mülleimer befindet – ein sehr funktionelles Detail. Die Doppelspüle ist quer eingebaut. Die Eignerkabine im Bug mit Inselbett ist sehr geräumig, allerdings auf Kosten des Badezimmers, das in dieser Version das einzige ist, in der Mitte des Bootes mit separater Duschkabine. In den verschiedenen Konfigurationen gibt es ein Badezimmer in der Eignerkabine und es besteht auch die Möglichkeit, eine zusätzliche Kabine mit Etagenbetten 66 4/2022

„ Sobald der Winddruck ansteigt, legt sich die Yacht auf ihre Chines, was gute Kursstabilität wie bei einer weit größeren Yacht bietet.“ Funktionalität und Ästhetik aus der Hand von Marc Lombard und aus dem italienischen Hause Nauta Design. im Bug zu erhalten, was natürlich Platz in der Eignerkabine kostet. Im Heck zeigte unsere Version die klassische Doppelkabinen-Konfiguration, alternativ kann man auch eine Einzelkabine plus Stauraum wählen. Wir haben das Vorhandensein eines Kartentisches sehr geschätzt, der links neben dem Niedergang mit achterlichem Blick positioniert ist und einen schnellen Dialog z. B. zwischen der Person am Funkgerät und der am Steuer ermöglichen kann. LEISTUNGSSCHAU Unser Test fand in Südfrankreich statt, mit einer thermischen Brise, die sich schnell von anfänglichen 6 bis 7 Knoten auf 11 bis zu 13 Knoten bei leicht kabbeliger See steigerte. Obwohl die Position der Rudergänger nach hinten verlegt wurde, um Platz im Cockpit zu schaffen, ist die Ergonomie am Steuerstand hervorragend. Die Steuermannssitze lassen sich nach achtern hochklappen. Von der Sitzfläche her kleiner dimensioniert, sind sie immer noch mehr als genug, um das Boot unter Maschine bequem zu steuern – jedoch erlauben die kleineren Abmessungen mehr Platz hinter dem Rad. Auch auf der Kante zu sitzen fühlt sich bequem an. Am Steuerstand stehend, schätzten wir die verstellbaren Bodenplatten zum Ausgleich der Krängung. Die Arbeitswinschen für Fallen und Strecker sind beiderseits des Niedergangs angeordnet. Dennoch kann man die Großschot (German Mainsheet System) nach achtern legen und zumindest im Trimm das Boot komplett von hinten fahren. Den Großsegel-Traveller vermisst man nicht, es braucht durchaus keinen Überrollbügel, alles in allem ergibt das den Vorteil einer größeren Einfachheit beim Handling. Was uns, wie bereits erwähnt, erstaunte, war das Segelverhalten. Abgesehen von der Leistung, die für eine Fahrtenyacht ausgesprochen gut war, gefiel uns das Steuerfeeling. Wenn die Yacht räumlich wie ein 45-Füßer erscheint, so steuert sich die Oceanis 40.1 am Wind wie eine 32er, unerwartet reaktionsschnell und handlich bei den Wenden. Sobald der Winddruck ansteigt, legt sich die Yacht auf ihre Chines, was ein ausgezeichnetes Sicherheitsgefühl ergibt und vor allem gute Kursstabilität wie bei einer weit größeren Yacht bietet – Beneteau hat die perfekte Balance gefunden. Ein Teil ist sicherlich auf die Konfiguration der Testyacht zurückzuführen, die mit höherem Mast und einem halb durchgelatteten Groß segel ausgestattet ist. Vor dem Wind segelten wir bei 11 Knoten Wind zwischen 6 und 7 Knoten, bei einem scheinbaren Winkel von 35°. Am meisten Spaß hatten wir mit dem Code 0, der als Furlingsegel zum Einsatz kommt. So ein Mehrzwecksegel sollte Teil jeder Cruising-Garderobe sein. Bei aufkommenden 12/13 Knoten Wind erreichten wir 8,5 SOG bei 70° scheinbarem Wind, die auf Der tulpenförmige Rumpf mit markant abgesetzten Kimmkanten, die sich über das vordere Drittel bis zum Steven ziehen. 4/2022 67

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