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OCEAN7 2013-06

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Spannende Begegnung weit ab der Zivilisation. Wolfgang Hausner beschreibt unter dem Titel "Mörder, Säufer, Weltumsegler" die Szene der Aussteiger und Lebenskünstler auf den Philippinen. Außerdem: Inseln, Buchten & Visionen: Eine OCEAN7-Reportage aus dem Revier zwischen türkischer Küste und griechischen Inseln.

OCEAN7Yachten Der Bisher kannte man den Tender 06 von designboats.ch als Außenborder- und Jet-Variante. Neu kommt jetzt auch eine Elektro-Ausführung mit dem Antrieb aus Österreich dazu. OCEAN7 hat den grünen Boliden auf dem Bodensee gefahren. Elektro-Wolf im Designpelz Text: Stefan Detjen · Fotos: Andrea Rossi 50 OCEAN7 06/2013 | November/Dezember 2013

Tender 06 Er ist gar nicht grün, sondern schneeweiß. Der flotte Flitzer könnte auf den ersten Blick als Jet-Tender durchgehen, wäre da nicht das prominent angebrachte grüne E, das ihn als neuesten Wurf der Ideen- und Projektschmiede aus Kreuzlingen auszeichnet. Wer am Bodensee zuhause ist, hat ein waches Auge, was sich in den angrenzenden Ländern abspielt. Und ein offenes Gehör, was der moderne Kunde heute an Ansprüchen stellt. Die Bootswerft Heinrich und die Firma designboats sind beide „powered by Minder“. Das sportliche Unternehmerpaar Minder hat vor drei Jahren das Projekt einer Elektro-Version initiiert. Gemäß ihrem Credo, so viel wie möglich „inhouse“ zu realisieren und bei Bedarf nur die besten Fachfirmen ins Boot zu holen, wurde auch die Idee eines modernen, rein elektrisch betriebenen Tenders in die Tat umgesetzt. Für den Antrieb arbeitete man mit der Firma Aquamot.at zusammen, die bereits Erfahrungen in wartungsarmen E-Antrieben besitzt. Die Firma aus Österreich liefert den E-Motor (Wellenantrieb) mit passendem/optimierten Controller. Das Paket sorgt für Fahrleistungen, die überzeugen. Vom Hightech-Spezialisten ECC-Batteries.com stammt das Lithium-Energiepack, das über die höchsten Sicherheitsstandards auf dem Markt verfügt sowie das Batterie-Management und -Ladesystem (BMS). Beim Prototyp des Tender 06e waren die Firmen für Antrieb und Energieeinheit noch Projektpartner, bei der Serienfertigung schlüpfen sie dann in die Rolle der Zulieferfirmen. Festhalten! Die Bemerkung von Peter Minder entlockt Fotograf Andrea und mir ein kleines Lächeln. Doch dann zeigt das Kraftpaket im Tender 06e, was in ihm steckt. Es sorgt für sattes Drehmoment und somit ganz schön Schub auf die Welle. Ohne die Vorwarnung wären wir wohl mitsamt unserer Fotoausrüstung nach hinten gekippt. Ganz beachtliche Beschleunigungswerte aus dem Stand können wir verzeichnen. Dabei ist der Motorenraum mehrheitlich … leer, die Batterien unsichtbar. Eigentlich schade, denn die Lithium-Power-Packs sehen in ihrem Plexiglas-Gehäuse wie eine futuristische und überdimensionierte Red-Bull-Harasse aus. 630 Volt und 25 KWh Energie stecken in der Batterieanlage, die dem Elektroantrieb und somit dem leichten Tender 06e wahrlich Flügel verleihen. Während wir auf fotogene Sonne warten, reize ich den Elektro-Tender allein noch etwas aus. Beschleunigen, Kurvenfahren, Wellenschneiden – der Spaßfaktor könnte höher nicht sein. Mit dem richtigen Trimm kitzelt man bis zu 30 Knoten aus dem Elektromotor. Um Übermut zu limitieren, ist der Antrieb bei 30 Knoten abgeriegelt. Gemäß Display könnte ich mehr als 40 Minuten Vollgas fahren – aber das wäre viel zu monoton. Dafür verspricht mir die Anzeige 25 Stunden Autonomie, wenn ich den Regler auf der Position für gemütliches Cruisen lasse. Das Display ist übrigens ein smartes Samsung-Tablet, das die Infos vom BMS (Battery Management System) via Bluetooth erhält. Ein weiteres November/Dezember 2013 | OCEAN7 06/2013 51

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