Ocean7
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OCEAN7 2013-01

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Das waren noch echte 1.000 Meilen quer durch das Mittelmeer - bei Sturm und Flaute. Da war alles geboten, als noch Kurt Ecker, der Pionier des Chartersegelns, seine legendäre Regatta veranstaltete. In dieser Ausgabe gibt es eine große Reportage dazu.

OCEAN7Kolumne I’m sailing ... Musik an B ord! Nicht nur Herr Rod Stewart mag Segeln und Musik. Auch wir, mein Skipper und ich, musizieren an Bord und wenn nicht anders möglich an Land – dann natürlich mit Band. Manchmal ist die Beschallung an Bord auch unfreiwillig, zum Beispiel letztes Jahr an der Küste Istriens von Veruda bis Umag. In jeder Bucht gab es ab 21.00 Uhr Disco, Techno, Schlager, Volkslied. Gegen keine dieser Musikarten wäre etwas einzuwenden, nur die Ausführung ist bisweilen Ohren zerstörend. Laut, schlecht und endlos. Viel kann man dabei aber über Physik und den Schall lernen. In welches Eck der Bucht verhole ich mich, um doch ein bisschen schlafen zu können? Besonders schwierig war es in einer bekannten istrischen Bucht mit einem Wasserski-Lift. Das Hotel dort spielte Disco und im Tanzschuppen in der Nebenbucht gab es ein Rave. Der Mix traf sich genau über unserem Schiff. Um drei in der Früh waren wir sicher, dass nun ein Ende in Sicht war – doch nach der Pause ging es beschwingt hämmernd weiter und der letzte Ton entschwand um sieben Uhr mit dem Morgendunst. Unfreiwillige Beschallung kann auch vom Nachbarschiff kommen: Entweder wenn es dort eine Party zu feiern gibt, oder wenn Segler ihr Song-Repertoire auspacken. Bei österreichischen Crews wird oft „Schifoan“ zum Höhepunkt der musikalischen Darbietung, was auf einer Yacht seltsam ist, außer vielleicht in der oben genannten Wasserski-Bucht. Glück hat man, wenn unser segelnder Tiroler Karli am Ankerplatz ist, da ertönt meist nach der Mittagsschlafzeit die „Quetschn“ über das Ankerfeld. Karli übt fleißig und macht super Fortschritte, findet auch Sissi, sein Hund, der gern mitjault – sorry, singt. Auf unserer Weltumsegelung trafen wir vor allem irische Segler, die zu drei Gitarrenakkorden circa 200 ähnlich klingende irische Folksongs anstimmten. Je später die Abendstunde, desto melancholischer, weil meist der Biervorrat zu diesem Zeitpunkt extrem geschrumpft war. Die englischen Crews haben selten Instrumente dabei, dafür lernten wir durch sie ein Gesellschaftsspiel kennen, das wahrscheinlich wegen der hysterischen Lachsalven an Bord die anderen Boote im 8 OCEAN7 01-2013 | Januar/Februar 2013

OceanWoman Umkreis auch auf die Palme brachten. Man teilt Kärtchen aus, auf denen berühmte Songs aus allen Sparten stehen, die man nachpfeifen muss und die anderen müssen draufkommen, welcher Song es sein könnte. Versuchen Sie mal „I Can’t Get No Satisfaction“ zu pfeifen! Selbst mit größter Leidenschaft vorgetragen, kann das Erraten unmöglich sein. Für Überraschung sorgte eine Amerikanerin. Die Harfenistin Gail schleppte ihr Instrument auf jede pazifische Insel, dort wartete bereits die coole Dorfjugend, um mit Ukulelenklängen mitzu - jammen. Auf Suwarow trafen wir John, den Ranger des Atolls, der sich als geschmeidiger Rocksänger entpuppte. John hatte etwas von Jack Johnson, dem singenden Surfer, der sämtliche Charts anführt und auch die Favourite-Song-Liste auf unserer Risho Maru. Musik und Segeln passen einfach zusammen. Einerseits, weil man als segelnder Musiker an wunderbare Plätze kommt und Musiker trifft, anderseits, weil man auch wieder schnell abhauen kann, wenn der Musikgeschmack der Nachbarn schmerzt. Wer jetzt Lust auf ein Instrument an Bord bekommen hat, dem sei die allseits beliebte Gitarre empfohlen. Das Triangel ist für Übfaule durchaus eine Möglichkeit. Seefrau Laura hatte ihr Yamaha-Keyboard dabei und spielte Bach auf Tonga. Eve aus Australien liebte ihre Klarinette auch in Neuseeland. Beat, der Geiger aus der Schweiz, spielte auf den San Blas Songlist der Risho Maru Jack Johnson/In between dreams: Am Ankerplatz nach dem Surfen Pat Metheny/Missouri Sky: Blister Sailing bei flacher See Marcos Valle: Zum Wachbleiben in langen Nachtfahrten PAF/Wellenzeit: Für alle Fälle, einmal um die Welt! Inseln Weihnachtslieder. Für kleine Boote empfiehlt sich die Maultrommel – weil Mundharmonika ist so was von out. Wer gar nix kann, gönnt sich einen iPod mit ordentlichen Segelsongs. Vorschläge unten, Lautstärke mittel – außer bei müden Nachtfahrten mitten auf dem Ozean. Delfine mögen übrigens balinesische Flötenklänge, dazu passend wären Spinnaker und tausend Sterne. Segeln – und alles ist möglich! Alexandra Schöler ist WOMAN@ocean7.at ECKER WorldWide NEU 2013: Skippertrainings: basic / advanced / ladies / Noch-nicht-Segler / Kochkurs OneWay: in Griechenland Ansegeln: Karneval Venedig und mehr Stützpunkt: Bodrum/Yalikavak Schnuppertörns: 4 Tage für Segel-Neulinge + Meer-Lustige Katalog 2013 anfordern: info@eckeryachting.com Ecker Yacht & Flug GmbH, Schnalla 63b, 4910 Ried im Innkreis, Österreich · T: +43 (0) 77 52 - 87 974 - 0, www.eckeryachting.com

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