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OCEAN7 2011-04

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Alexandra Schöler ist Schriftstellerin, Schauspielerin und Weltumseglerin in einem Wharram-Katamaran. Sie schreibt über den Erfinder des Schiffes, mit dem sie gemeinsam mit ihrem Mann Peter und dem - damals - kleinen Sohn Finn erfolgreich die Welt umrundete.

38 1 Isabelle Autissier

38 1 Isabelle Autissier beginnt ihre Regattalaufbahn in klassisch-französischen Etappen: 1987 dritte an der Mini-Transat, dann 12. am Solitaire Figaro. 1991 nimmt sie als erste Frau an einer Solo-Regatta um die Welt teil. Ihr 7. Rang an der BOC Challenge ist dann der Start zur professionellen Seglerkarriere. 1994 pulverisiert sie den Rekord von New York nach San Franzisko über Kap Hoorn. 1996 startet sie auf PRB an der Vendé Globe, muss aber bald wegen einem Schaden aufgeben. 1999 geht es ihr nicht viel besser: Während der Around Alone (ex-BOC Challenge) kentert sie und treibt kieloben bei 30 Knoten Wind in den Roaring Forties, bis sie von Skipper Giovanni Soldini in einer spektakulären Aktion an Bord genommen wird. Heute hat sich Isabelle Autissier vom Regattazirkus zurückgezogen, schreibt Bücher und engagiert sich für den WWF. Frauen stehen ihren Mann – auch im Sturm verfluchten Frauen haben keinerlei Respekt vor dem Squadron“. Die Damen hatten bis 1928 keine eigene Ankleidekabine, und für lange Zeit konnten sie auch nicht Mitglieder des Yachtclubs werden: Dieses „Privileg“ wurde ihnen erst 1969 zugestanden. Die Daten sagen viel über den Widerstand aus, auf die das weibliche Geschlecht stieß. Es gibt immer noch Yachtclubs, die hartnäckig darauf beharren, Frauen nicht als Mitglieder aufzunehmen, auch wenn sie als „Gäste toleriert“ werden, wenn sie von männlichen Mitgliedern begleitet werden. Einer dieser Clubs ist der Circolo della Vela e del Remo „Italia“ (CRVI) in Neapel. Obwohl diese diskriminierenden Regelungen nur für wenige Clubs gelten, ist die Gleichstellung zwischen Mann und Frau in der Welt der Nautik noch lange nicht erreicht. Seinen Mann stehen. Laut Dawn Riley, Veteranin mehrerer Whitbread-Regatten und America’s Cups und heute Geschäftsführerin des Oakcliff Sailing Centers, müssen Frauen im Vergleich zu Männern ihre Leistung immer etwas mehr unter Beweis stellen. „Für uns ist alles viel schwieriger, was das Network und die Chancen betrifft“, sagte uns die Seglerin aus Detroit. „Bei mir laufen die Dinge gut, aber ich bin seit mehr als 20 Jahren ein Profi und habe sehr viel kämpfen müssen.“ Mit Dawn haben wir auch einen wichtigen Aspekt des Lebens einer Seglerin vertieft: die physische Vorbereitung. In wieweit kann der Körper eine Grenze für eine Frau darstellen? „Um ehrlich zu sein“, sagte uns Dawn Riley, „habe ich nie daran gedacht, nicht stark genug zu sein, um an Bord eines Bootes etwas tun zu können. Das Segeln verlangt vor allem Verstand, viel Erfahrung, Widerstandsfähigkeit und natürlich auch körperliche Anstrengungen, aber dies eher selten und in begrenztem Maße. Allgemein nützt die rohe Kraft nur, um sich aus Situationen zu befreien, die schon an sich gefährlich sind. Das bedeutet aber nicht, dass es nutzlos wäre, nicht auch den körperlichen Aspekt zu beachten: Wenn es dein Ziel ist, Athletin zu

PEOPLE 39 werden, musst du als Athletin leben, indem du trainierst und deine Muskeln unter Kontrolle hältst. Ich mache bis zu sechsmal in der Woche Fitness: Gewichte, aber hauptsächlich viel Aerobic.“ Die Australierin Kimbra Lindus, Jahrgang 1975, ist nicht so populär wie Dawn Riley, aber sie hat schon als Teil der Mannschaft mit Zwischenstopps die Welt umsegelt. Sie hat an zwei Sydney-Hobart-Regatten teilgenommen und segelte über die legendäre Nordostpassage von Neusüdwales nach England. Auch sie hat uns etwas zu sagen: „Psychologisch gesehen sind die Herausforderungen für Männer und Frauen gleich. Es stimmt, dass die Frauen gewöhnlich weniger körperlich veranlagt sind, aber vom Verstand und Verhalten her sind die Probleme mehr oder weniger die gleichen: Anstrengung, fehlender Schlaf, Isolierung, Kälte und Seekrankheit treffen alle Menschen gleich und ohne Unterschied.“ Kimbra zieht es vor, mit Männern zu segeln, auch wenn sie mit der Lektüre der Taten der Neuseeländerin Naomi James aufgewachsen ist, die erste Seglerin, die in den 1970er-Jahren den Globus einhand umsegelt hat. „Ich mache keinen Unterschied, weil es auf die Begabung des Einzelnen ankommt, egal ob Mann oder Frau. Da ich aber Ingenieurwesen studiert habe, verkehre ich vorwiegend mit männlichen Besatzungen und in einem männlichen Ambiente und das gefällt mir sehr.“ 100 Prozent Weiblich. Beim Segelsport mangelt es auch nicht an Beispielen für komplett weibliche Besatzungen. Lisa McDonald war Skipperin der Amer Sport Two beim Volvo Ocean Race 2001–2002, ein Wettkampf, der wegen verschiedener Pannen mit einem unglücklichen letzten Platz beendet wurde. Besser als sie waren die schon erwähnte Dawn Riley 1993–94 auf der Heineken und Tracy Edwards auf der Maiden (1989–1990). 1985 war Tracy noch 1 Lisa McDonald am Steuer von Amer Sport Two. Ihr männlicher Kollege Grant Dalton bekam die schnellere Amer Sport One. 2 Sophie Luther, Kommunikationsmanagerin des Volvo Ocean Race. 2 STEYR MOTORS MARINE DIESEL POWER - kompakte, leichte aber extrem robuste Bauweise - einzigartiges Monoblock Design - hohe Leistungseffizienz auch im Mulitfuel-Betrieb - weltweit erstes Hybridsystem (HDS) - integrierter Schwungradgenerator (IFG) * entsprechend der STEYR MOTORS Garantiebestimmungen 5 YEARS WARRANTY ON ALL STEYR MOTORS MONOBLOCKS * Für mehr Informationen bitte kontaktieren Sie: STEYR MOTORS GMBH Im Stadtgut B1, 4407 Steyr Tel.: +43 7252/222-25 Kontakt: Herr Hubert Boxleitner h.boxleitner@steyr-motors.com www.steyr-motors.com

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