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OCEAN7 2011-03

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Berichte über ein Motorboot aus edlem Holz, eine elegante französische Segelyacht mit eigenem Weinkeller und einen Urlaub im Hausboot an der Seenplatte von Mecklenburg-Vorpommern finden Sie in dieser Ausgabe von OCEAN7.

46 Die Hektik der

46 Die Hektik der Vorbereitungen ist vorbei: Das Boot und seine Skipper sind fertig für die große Reise und wir sind in unserem schwimmenden Heim und in einem neuen Leben angekommen. Angekommen ÖSTERREICHER unterwegs am Anfang Birgit Hackl (32) und Christian Feldbauer (34) berichten aus Kroatien. Als wir vor vier Jahren den Entschluss fassten um die Welt zu segeln, hatten wir weder Segelerfahrung ÖSTERREICHER noch ein Boot. Nur mit Bücherwissen bewaffnet, kauften wir dann 2008 eine 20 Jahre alte, 41 Fuß große Blauwasseryacht unterwegs (Sparkman & Stephens Design) aus Aluminium und segelten sie zu dritt – sprich ein unerfahrenes Seglerpaar und eine Schiffskatze – von Mallorca nach Kroatien (OCEAN7 Mai/Juni 2010, www.pitufa.at). In den folgenden drei Jahren sammelten wir Segelerfahrung, bastelten an unserer PITUFA herum und sparten für die Reisekasse. Als wir nach unserem ersten Segeltörn die Bilge gründlich putzten, fiel uns ein weißes Pulver auf. Salz? Leider nein, das im Kiel unserer PITUFA gelagerte Blei hatte mit dem Aluminium- Rumpf reagiert. Anders als der rote Rost bei Stahlschiffen ist Korrosion bei Aluminium unscheinbar weiß und deshalb umso heimtückischer. In Kroatien stellte sich heraus, dass die Lochkorrosion sich durch sechs mm Aluminium ganz nach außen gefressen hatte. Wir waren am Boden zerstört und unser ganzes Österreicher unterwegs Unternehmen war in Gefahr. Punktuelle Reparaturen mit dem Restrisiko eines Kielbruchs kamen vor einer Weltumsegelung nicht in Frage. Nur eine zusätzliche Ummantelung des gesamten Kiels mit Aluminiumplatten konnte unsere PITUFA noch retten. Klaudio Krivičić von Lumbrico aus Pula nahm sich unseres Problems an, organisierte Schweißer und stand uns auch bei allen weiteren Reparaturen mit Rat und Tat zur Seite. Während sich draußen die Schweißer um den Kiel kümmerten, begannen wir die Arbeit an den übrigen „Baustellen”. Nach einigen bangen Wochen an Land kam unsere Pitufa dann stärker denn je wieder zurück ins Wasser. Trotz der umfangreichen Ausstattung, die bereits beim Kauf vorhanden war (Windfahne, Radar etc.) kamen noch diverse neue Projekte auf uns zu. Ein Geräteträger am Heck, eine Badeleiter, weitere Solarpanele, ein Windgenerator, ein neuer Kühlschrank, ein Watermaker, ein Satz neuer Segel der kroatischen Firma Dustom d.o.o. (www.dustomsails.com) und andere Gerätschaften. Parallel dazu lief unser Leben in Graz weiter. Wir arbeiteten mehr als vorher, um möglichst viel Geld anzuparen, doch die Abende und Wochenenden verbrachten wir mit Routenplanun-

PEOPLE 47 Pitufa Twiganauten gen, Internetrecherchen nach Ausrüstung und der Fertigstellung unserer Homepage www.pitufa.at. Besonders während des letzten Jahres hatten wir oft das Gefühl, nur noch körperlich in Graz anwesend zu sein. In Gedanken waren wir schon auf hoher See oder erforschten tropische Inseln. Wir haben vor, grundsätzlich der Barfußroute zu folgen, uns also von den warmen Passatwinden westwärts treiben zu lassen, aber auch Abstecher zu seltener besuchten Destinationen sind geplant. Diesen Sommer werden wir durch das Mittelmeer bummeln, uns im September erstmals hinaus auf den Atlantik wagen und nach einem letzten Stopp auf den Kanaren im Oktober die Atlantiküberquerung angehen. Das ist zwar noch vor Ende der Hurrikan- Saison, doch da wir nicht die Karibik, sondern Suriname ansteuern, können wir uns südlich der Zugbahn dieser gefürchteten Stürme halten. Suriname zieht uns an, weil sich noch nicht so viele Segler in dieses angeblich freundliche Land mit einer multikulturellen Gesellschaft und großen Flächen unberührten Regenwaldes verirren. An Suriname reizt uns die Möglichkeit, auf dem schiffbaren Flusssystem in den tropischen Dschungel vorzudringen. Trotz aller Vorfreude plagten uns zwischendurch auch Zweifel. Doch jetzt ist es soweit. Wir haben unsere Wohnung vermietet, die Jobs aufgegeben, das Auto verkauft, Mitgliedschaften und Daueraufträge geküdigt, eine umfangreiche Reiseapotheke und Unmengen Vorräte eingekauft. Wir haben alle in unserer Macht stehenden Vorkehrungen getroffen und die Unsicherheit fällt von uns ab. Ja, wir sind gut angekommen – am Anfang unserer Reise Richtung Horizont. www.pitufa.at www.dustomsails.com 1 knochenjob. Der gesamte Kiel muss mit Aluplatten ummantelt werden. 1 Twiganauten 20°19‘ Süd, 40°17‘ West – hier befindet ich der unter rot-weiß-roter Flagge segelnde Katamaran TWIGA im Moment. Über ihre Reise abseits der Trampelpfade berichten Helga und Peter. Der Katamaran TWIGA mit Helga Langer und Peter Bochnik an Bord hat den Atlantik von Südafrika kommend überquert und an der brasilianischen Atlantikküste in Vitória Baia do Espírito Santo festgemacht. Hier will das ungewöhnliche Blauwasserpärchen mit seinem bunten Schiff einige Zeit verweilen, um anschließend die brasilianische Küste in nördlicher und südlicher Richtung zu erkunden. Die TWIGA, ihr in Südafrika für die lange Fahrt hergerichtete Schiff, verhielt sich während der Atlantikpassage tapfer und steckte den teilweise sehr harten Seegang gelassen weg. Die Stadt Vitória ist an einer Flussmündung gelegen, in der sich eine Insel mit der Altstadt befindet, die nördlich gelegene Bucht ist gut geschützt und ermöglicht den Twiganauten Helga und Peter einen gemütlichen Aufenthalt vor weiteren Abenteuern. www.twiganauten.com

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