Ocean7
Aufrufe
vor 5 Jahren

ocean7 1/2019

  • Text
  • Lockroy
  • Seegott
  • Fahrtensegeln
  • Schenk
  • Delfin
  • Seafaring
  • Bavaria
  • Tulln
  • Duesseldorf
  • Segelboot
  • Motorboot
  • Boats
  • Schoten
  • Fallen
  • Suezkanal
  • Sueskanal
  • Hausboot
  • Berlin
  • Neuseeland
  • Wale
Eiskalt. Unter Segel in die Antarktis. Ich bin ein Berliner! Mit dem einheimischen Nautilus-Hausboot durch Klein-Venedig. Neuseeland Nord. Schönwettersegler – bitte wenden! Fallen und Schoten. Was Leinen leisten. Bavaria C45. Highriser der See, probegefahren ab Biograd/HR. Seafaring 44 Fly. Stark aufgestockt; probegefahren ab Punat/HR. Heimliche Migranten. Die Unterwasser-Invasion mariner Tiere und Pflanzen. 50 Jahre boot Düsseldorf. Vorschau, Gewinnspiel und Interview mit Messedirektor Petros Michelidakis.

Panorama Tipps, Trends &

Panorama Tipps, Trends & Neuheiten Johnson & Johnson Luxusyachten. Die Nobelwerft Johnson Yachts erweitert ihr Modellprogramm nach oben und unten. Die 35 Meter lange Johnson 115 ist das neue Flaggschiff und die erste Tri-Deck-Yacht der Taiwanesen, die mit dem Yachtbau vor gut dreißig Jahren begonnen und bis heute über 300 Schiffe verkauft haben. Das Erfolgsrezept ist an der 115 zu begutachten: Zusammenarbeit mit namhaften Designern (hier Bill Dixon), ein überreiches Platzangebot und die Oben die Johnson 115, unten die 70, dazwischen der Salon der Großen. Verwendung allerbester Materialien. Gedacht ist der Luxuskreuzer für zehn bis zwölf Passagiere, die in fünf bis sechs Suiten unterkommen. Am anderen Ende der Modellpalette platziert sich die 21 Meter lange Johnson 70, die rund drei Meter kleiner ist als das bisherige Einstiegsmodell. Das Nesthäkchen, das ebenfalls von Bill Dixon entworfen wurde, profitiert vor allem bei der Erfüllung von Kundenwünschen von den größeren Schwestermodellen: Auch bei der Johnson 70 sollen sich Kunden ganz in den Produktionsprozess einbringen können. è www.johnson-yachts.com Kanalausbau Le Boat erweitert sein Angebot an Hausbooten in Kanada und übernimmt den schottischen Franchise-Partner. Ghook: Leinenarbeit leicht gemacht. Bootshaken 2.0 Mooring-Hilfe. Die slowenische Firma Boatasy hat sich Gedanken über den Bootshaken gemacht und mit dem Hooklinker eine clevere Version desselben entwickelt. Ausgerüstet mit einem Karabiner, einem LED-Licht und einer Halterung für den Ghook – einem G- förmigen Haken mit Rollen, lassen sich Mooringleinen viel leichter aus dem Wasser fischen. Aber auch ohne Ghook soll der leichte und vielseitige Hooklinker beim Anlegen sehr nützlich sein, z. B. beim Anlegen an Bojen und Ringen. è Die www.boatasy.com Sarsala-Bucht im Golf von Fethiye. Bootsferien. Europas größter Hausbootvermieter eröffnet am Rideau Canal in Ontario eine zweite Abfahrtsbasis in Seeley‘s Bay, sodass ab der nächsten Saison auch Einwegfahrten von und bis Smiths Falls möglich sind. Die Modernisierung der Flotte setzt Le Boat mit weiteren neuen Booten des Typs „Horizon“ fort. So ist die Horizon 5 mit fünf Kabinen ab 2019 auch in Kanada verfügbar. Neues gibt es auch aus Schottland zu berichten: Dort übernimmt Le Boat das Unternehmen West Highland Sailing, das bislang am Kaledonischen Kanal als Franchise-Partner agiert hat. è www.leboat.at Urlaub auf dem Rideau Canal, Kanada. Urlaub auf dem Kaledonischen Kanal, Schottland. „ Und segelte ich auch mein Boot in den Grund, O, so war es doch selig zu fahren!“ Henrik Ibsen (1828–1906), norwegischer Dramatiker 14 1/2019

Ocean Woman Oh mein Gott! Segler beten. Immer schon. Und Seegötter und -göttinen gibt es zum Glück genug. Es ist schon wieder November. Allerheiligen. Trotz expliziter Sturmwarnung für das lange Wochenende kurven wir durch das verwaschene Kanaltal, brausen vorbei am pitschnassen Udine, zweigen ab Richtung Lagune von Marano und bahnen unseren Weg durch Pfützen, entlang den überschwemmten Prosecco-Weingärten. Sehen den bis an die Kante angeschwollen Fluss Stella und schicken ein Stoßgebet gen Himmel: „Bitte lass am Schiff alles dicht sein!“ Segler beten. Immer schon. Und Seegötter und -göttinen gibt es zum Glück genug. Die Ägypter in ihren flotten Papyrus-Kähnen hoffen an den Küsten des Mittelmeers oder den Untiefen des Nils auf den Beistand von Nun. Hätte ich früher von Nun gewusst, wäre vielleicht das Anstampfen gegen den pfeifenden Nordwind des Roten Meeres aus geblieben! Schon die reiselustigen Phönizier wussten um des Unterschieds zwischen Landratten und Seeleuten. Gott Yamm war für das Chaos verantwortlich – die Kreuzwelle, der Gegenwind, Wasser im Cockpit, nasse Socken –, Gott Baal für das angenehme bis langweilige Marinabzw. Hafenleben. Poseidon als Herrscher des Meeres – bei den Römern Neptun genannt – flirtete liebend gerne mit hübschen Göttinnen und überließ Aeolus die Windprognosen. Orion durfte während der Nachtfahrten den Himmel beleuchten. Triton – halb Mensch, halb Delfin – zog verblasene Seefahrer von Land wieder ins Meer. Aber den besten Job bei den Griechen machen wieder einmal die Frauen. Amphitrie beruhigt aufgewühlte Seen. Ich fragte mich, wo sie war, als wir nach der Durchquerung des Sueskanal (siehe auch ab Seite 30) Kreta nicht anlaufen konnten, da uns die Ägais mit stürmischem Meltemi in Empfang nahm. Tangaroa hingegen – der Meeresgott der Maori – sorgte für eine sichere Neuseeland-Überfahrt. Die Inseln Tongas hat Tangaroa mit einem Anker am Meeresboden befestigt, wofür ihm alle Segler dankbar sind, die dort auf das berühmt berüchtigte Wetterfenster warten! Die Wikinger verehrten Thor, der sicher Segler war, weil bekannt für seine Schnurren und seinen Hang zum Manöverschluck. Njord, der Gott der nördlichen Seen und Winde, steht ihm zu Seite und als Schiffsname macht er sich auch gut. Entspannt und ohne Piratenzwischenfälle querten wir mit unseren dänischen Freunden von der Njord im Konvoi den Indischen Ozean. Noch bin ich nicht im stürmischen Irland gesegelt, aber Ran, Meeresgöttin der nordeuropä i - schen Völker, wirkt nicht sehr vertrauenerweckend auf mich. Halb wunderschöne Frau, halb Fisch, hält sie munter bei Vollzeug das Steuerrad mit nur einer Hand, die andere zieht ein Netz nach, mit dem sie die Ertrunkenen einsammelt. Angeblich soll ihr Reich in den Korallenhöhlen des Meeresbodens recht einladend sein, damit man sich wenigstens auf irgendetwas freuen kann, wenn man dort über Bord geht. Ran gleicht dem Ozean, mal fein und sanft, dann aufbrausend und wild. Etwas entspannter ist Kurakulla, Göttin der Seefahrer und des Weins. Foto: Stefan Haring Alexandra Schöler ist Weltumseglerin, Sängerin, Regisseurin, Buchautorin und seit 2010 Ocean Woman. kolumne@ocean7.at Der indische Subkontinent ist ihr Revier und ihre untergebenen Seefrauen kümmern sich hingebungsvoll um Schiffsbrüchige. Überhaupt sind weibliche Seegöttinnen zahlreich, was verwundert, wurden doch Frauen früher auf Schiffen nicht besonders gerne gesehen. Aber offensichtlich, wenn’s brennt … So wie Ixchel, eine Maya-Göttin, verantwortlich für die Tiden, den Mond und die Fruchtbarkeit. Oder Maria, in der christlichen Seefahrt als Stella Maris angerufen, wenn es grad gar nicht gut aussah! Uff, trotz massiver Regenmengen liegen wir in trockenen Kojen, auch die Bilgen setzen Staub an und es riecht gut im Schiff. Ich werfe einen Blick zu unserem Besanmast. Verdi, unser selbsternannter hölzerner Schiffsgott aus Afrika – seit den Kapverden an Bord – sieht wie immer griesgrämig in die Nacht. Er hat uns sicher um die Welt gebracht. Und tät es gerne wieder. Oh mein Gott – ich muss die Lottozahlen checken! Quelle: A Sailor‘s Guide to the Gods John Kretschmer Poseidon/Neptung flirtet lieber, die meiste Arbeit erledigen die anderen Seegötter weiblichen Geschlechts überall auf der Welt. Foto: Shutterstock

Erfolgreich kopiert!

Ocean7 Magazin

Blog

© 2017 by Ocean 7, Satz- und Druck-Team GmbH - Impressum und Privacy